Frittieren ist technisch gesehen ein Garen mit hoher Temperatur und unter Ausschluss von Luft. Dabei kann man sich das Öl als Umgebung noch anderweitig zunutze machen. Bei genauerer Betrachtung besteht der wahre Vorteil darin, dass das Frittiergut entweder im Öl schwimmt /schwebt oder – falls es zu schwer zum Schwimmen ist – nur langsam zu Boden sinkt.

Das eröffnet so manche Möglichkeiten: Einmal bildet sich rundum schnell eine gleichmäßige Kruste die man durch die gewünschte Temperatur ziemlich gut steuern kann. Zum anderen ist die Außenschicht schnell fest und hat dadurch eine stabile Struktur. In diesem Fall ist der Faktor Zeit die große Hilfe. Als Faustregel kann man sich merken, dass das was frittiert werden soll Stärke enthalten sollte.

Hat es das nicht von Natur aus muss man in Form eines Überzuges nachhelfen. Das kann entweder Panade sein oder in Teigform. Alternativ lassen sich auch Lebensmittel frittieren die von dünner Form sind. Diese werden kann schnell knusprig da sie aufgrund ihrer minimalen Masse kaum Fett aufnehmen. Als Beispiel kann man glatte Petersilie oder harte Spaghetti-Nudeln nehmen, der Effekt ist der gleiche: die zu frittierende Schicht ist sehr dünn, sei es nun stärkehaltig oder nicht.  

Mit diesem Wissen sind der Phantasie dann keine Grenzen gesetzt. Entweder wird das Fritteren gleich als ganzer Garprozess genutzt, oder nur eine dünne Hülle gefestigt. In beiden Fällen lassen sich aber so interessante Unterschiede zwischen innerer und äußerer Schicht herstellen, die mit Braten oder Ausbacken nicht möglich wären. Als Beispiel kann man eine recht empfindliche Erdbeere nehmen.

Außer mit Frittieren ist es nicht möglich diese in eine dünne und knusprige Teighülle zu packen ohne dass alles matschig wird.

Frittieren bietet den Vorteil des schnellen Garens in einer geschützten Umgebung.